Montag, 13. August 2012

Oknha Mong Port - Erkundung abseits der Hauptstraße. Teil 1

Wie schon angekündigt hier nun ein paar Bilder von der Erkundungsfahrt in Richtung "Oknha Mong Hafen". 
Das ist die Abzweigung an der Hauptstrasse nach SHV, wenn man durch die große Palmölplantage fährt.
Mit Palmölplantagen lässt sich viel Geld verdienen - der Palmöl-Boom - "Zum Essen, Pflegen und im Tank" - klick.
Auch hier in der "Wildnis" hat es ein paar ordentliche Häuser und eine grosse Tankstelle.
Klassische Khmer-Town-Häuser beim Hafen.
Endstation - das Einfahrtstor zum Hafen, welcher jedoch recht klein ist - siehe auch die fehlenden Krananlagen für große Container-Schiffe.
Fortsetzung folgt mit dem "Beach". 

Samstag, 11. August 2012

Idioten-Import

Nach längerer Zeit, sind wir gestern Abend wieder einmal am Ocheteaul Beach unten, ein leckeres BBQ genießen gegangen. 
Dabei durften wir feststellen, dass es nicht nur "gefühlt" im Moment viele junge Touristen hier hat, sondern auch "reell" die Sitzplätze in den meisten Restaurants zu 80 bis 90% besetzt waren. 
In meinem Stamm-Khmer-Restaurant fanden wir aber noch einen letzten freien Tisch, direkt am Meer.
So weit so gut und das Essen war trotz des Andranges in Ordnung. 
Ich war gerade kurz vor Ende der Mahlzeit, da tauchten am Nachbartisch vor uns zwei Touristen (Ende Zwanzig) auf und steckten etwa anderthalb Meter vor dem Nachbartisch ihr gekauftes Feuerwerk in den Sand.
Ich sag noch, ob die wohl nicht ein wenig intelligenter, an einem entfernteren Ort ihr Knallzeugs abbrennen können, da knallten schon die ersten Raketen davon.
Was einen normal denkenden Menschen nicht erstaunt, der Rückstoß der Feuerwerksraketen wirbelte soviel feinen Sand auf, dass Alle im Umkreis von 5 bis 6 Metern mit feinem Sand in den Augen, Gesicht, Kleidern, Essen und Trinken zu kämpfen hatten.
Die Leute am Tisch neben uns, flohen nach hinten und die "Barang-Knallköpfe" reagierten nicht mal auf Zurufe und fackelten ihr gesamtes Feuerwerk ab.  (Betrunkenen schienen sie aber nicht zu sein, wohl nur von Geburt an "hohl"...)
Irgendwann war der Zauber vorbei und alle rieben sich den Sand aus den Augen...
Da gab es etwa 20 Meter von uns entfernt eine richtige Explosion, es war kurze Zeit fast "taghell" und mehrere Sekunden lang folgte eine massive Feuerwerks-Detonation der nächsten.
Die Leute die da saßen, rannten in Panik nach hinten und so urplötzlich wie der Spuk begann, war er auch wieder vorbei.
Ob da nun absichtlich oder aus Dummheit ein ganzer Haufen Feuerwerk angezündet wurde, weiß ich nicht. 
Jedenfalls haben dann augenscheinlich einige der Gäste die da saßen, leichtere Verbrennungen an den Beinen und Füßen erlitten gehabt.
Sogar der etwa 10-jährige Sohn der Restaurant-Betreiber, hatte sich über die Feuerwerks-Idioten gestern aufgeregt.
Wie gesagt...."Idioten-Import"!

Mittwoch, 8. August 2012

Altöl-Entsorgung auf Kambodschanisch.

Mein Nachbar beschäftigt sich gerade damit, einen Teil seines gemieteten Wohnraumes zu renovieren. Da er zu diesem Zweck öfters Baumaterial braucht, geht er immer zum Universal-Khmer-Baumaterialien-Händler seines "Vertrauens".
Von Installationsmaterialien, Fließen, Toiletten/Lavabos und Werkzeug bis Motorenöl, gibt es da so gut wie alles zu kaufen - teils in guter Qualität - aber nicht selten auch in China-Qualität.
Jedenfalls hat er da schon sicher ein paar hundert Dollar liegen lassen und weil wir D-A-CH-ler ja treue Kunden sind, geht bzw. ging er auch immer wieder dahin - bisher jedenfalls...
Der kambodschanische Fliesenleger/Allrounder hat soweit gute bis sehr gute Arbeit geleistet. 
Beim letzten Einkauf im Bau-Shop, entdeckte mein Nachbar dann auch Motorenöl, welches laut Etikette den geforderten Normen genügte und er somit plante, bei seinem Notstrom-Aggregat einen Ölwechsel zu machen.
Das gekaufte Baumaterial wurde dann wie immer, vom Shop zu ihm Nachhause geliefert und erstmals diebstahlsicher im Haus deponiert.
Am nächsten Tag stand das Baumaterial in einer zünftigen Öllache und sofort vermutete mein Nachbar, dass der Kanister wohl beschädigt worden sei beim Transport.
Bei einer genaueren Betrachtung, fiel ihm dann eine Bohrung (ca.10mm) im Boden des Kanisters auf, welche mit Heißkleber verschlossen worden war. 
Eine weitere Begutachtung brachte dann oben am Kanister nochmals eine gleiche "Flickstelle" zu Tage.
Nun schraubte er den Verschlussdeckel ab und stellte fest, dass das Alu-Siegel beim Stutzen unversehrt war.
Schnell stellte sich in der Folge heraus, die Schweinerei am Boden war feinstes Altöl! 
"Man" hatte also zwei Bohrungen in den Kanister gemacht und  durch diese das neue Öl entnommen und dafür altes Öl eingefüllt und dieses dann mit "Trick 17" - als fabrikneues Öl verkauft. 
Wie schnell er mit dem lecken, "neuen" Altöl-Kanister beim Bau-Shop war, kann man sich vorstellen.
Die Chefin vom Bauladen machte das was Südostasiaten in solchen Fällen am liebsten tun und stellte sich "dumm" und war auch nicht bereit das Geld zurück zu zahlen - einzig ein paar offensichtliche Drohungen gab es auf Khmer. (Waren wohl anhand der Gestik, als solche auszumachen.)  
Eine Entschuldigung vom Shop gab es natürlich auch keine...
Anmerkung von mir - tendenziell sind "hier" eigentlich keine überdurchschnittlichen Abzockversuche feststellbar. 
Ob nun der Shop-Betreiber davon wusste oder nicht, bleibt unklar. Ein schlechtes Licht auf solche Angelegenheiten, wirft halt meist der für SOA typische "Umgang" mit derartigen Reklamationen auf.

Montag, 6. August 2012

Einreisesperre nach Thailand - Teil 2

Kaum waren wir am Vortag nach dem Kauf der Isolation in der Stadt, da befand mein Nachbar auch schon, dass er eigentlich nochmals 12.5 Quadratmeter Isolation gebrauchen könnte.
So beschlossen wir, am kommenden Morgen in aller Frühe, noch den Rest kaufen zu gehen, bevor es wieder in Richtung Grenze ging. 
Bei solchen Gelegenheiten, schwirrt mir immer der Spruch "...verschiebe nie auf Morgen, was Du heute kannst besorgen..." im Kopf umher.
Am kommenden Morgen wachten wir beizeiten auf und nach der morgendlichen Dusche, standen wir um 06:30 Uhr unten im (noch dunklen) kleinen Restaurant des Gästehauses, natürlich war weit und breit kein Mensch.
Irgendwann erschien die Freundin des Betreibers recht verschlafen im Pyjama und so gingen wir halt ohne Morgenkaffee los.  
Kaum auf der Hauptstraße angelangt, setzte heftiger Regen ein und ein paar Minuten später fiel der Strom in der Stadt Trat aus. Kurz darauf versperrten uns umgewehte, auf der Straße liegende Bäume den Weg in Richtung Baumarkt.
In Thai-manier  fuhren wir dann im Gegenverkehr mit den Anderen in Richtung Baumaterial-Händler, nur leider war da erstaunlicherweise um 7 Uhr noch geschlossen. (Normal sind die Thais ja auch früh auf den Beinen...)
So suchten wir uns eine gedeckte Suppenküche, um uns im Trockenen erst einmal zu verpflegen.
Die Betreiber der Suppenküche freuten sich sehr, über den wohl eher ungewöhnlichen Besuch von Ausländern und gaben auch noch weitere Speisen zur Degustation.  
Beim Morgenessen kamen wir zum Schluss, dass wir wohl bald eine Einreisesperre für Thailand kriegen, schließlich ist jedes mal wenn wir in TH sind großer Stromausfall! (siehe auch hier - klick)
Um kurz vor 8 Uhr standen wir abermals im Laden und nun gab es die ersehnte Isolation. 
Nun galt es eine Tankstelle zu finden, welche dank Notstromversorgung Benzin verkaufen konnte, auch dies war uns erst nach einiger Suche vergönnt. 
In der Hoffnung noch ein paar Leckereien zu erhaschen, begaben wir uns noch in den Tesco-Lotus und die Dunkelheit beim Eingang, ließ uns schon den Notbetrieb erahnen.
Ein paar Kleinigkeiten eingekauft (speziell aus der Bäckerei) und dann bei der einzigen halbwegs funktionierenden Kasse bezahlt - was gar nicht einfach war - da der "Rechner" immer wieder abstürzte. (Fazit - im "Samudera" sind sie besser auf "stromlos" eingestellt.)
So ging es weiter bis zur Grenze, bei strömendem Regen, zwischendurch bei einem Kontrollposten wo man sich als "Khmer" einschreiben muss, noch eine kurze aber freundliche Diskussion geführt, ob mein Auto nicht doch "schwarz" sei, statt "Dark Green" wie in den Zoll-Papieren und im KFZ-Schein vermerkt. (Bei der Gelegenheit im Kontrollbuch gesehen, dass pro Tag so 4 bis 8 Khmer-Autos auf diesem Weg nach Trat/Thailand fahren.)
Die Ausreise von Thailand und die Einreise nach Kambodscha verlief gewohnt zügig und unkompliziert und im Gegensatz zu "gewissen Expats" in Kambodscha - werden wir - auch wenn der Posting-Titel etwas anderes sagt, in Zukunft weiterhin problemlos nach Thailand einreisen dürfen.
Nach einem kurzen Blick in den Land Cruiser, befanden die Khmer-"Zöllner", uns ohne abknöpfen eines Oboluses weiterfahren zu lassen.
An dem Tag regnete es nur einmal (durchgehend) und da wir gut in der Zeit waren, beschlossen wir einmal bei Durchfahrt der großen Palmölplantage in Richtung "Oknha Mong Port" abzuzweigen und die Hafengegend dort zu erkunden.
Bald mehr dazu - hier im Blog.

Freitag, 3. August 2012

Einreisesperre nach Thailand!

Eine solche werden "wir" - mein Nachbar und ich - wohl bald bekommen, aber fangen wir ganz von "vorne" an!
Beim letzten Thailand-Besuch habe ich Dusel, als ich bei der Ayudhya Bank meine ATM-Karte erneuerte, den dummen Fehler gemacht, die einfache ATM-Karte ohne VISA-Funktion zu verlangen. 
Auch aus dem Grund, dass wenn irgend etwas (Diebstahl, Verlust etc.) mit der Karte sein sollte, die "Limiten" deutlich tiefer sind und der Schaden sich somit halbiert. (Unterschiede der Karten ATM & ATM/VISA)
Was ich und die nette Bank-Sachbearbeiterin nicht bedachten war der Umstand, dass ich mit der normalen ATM-Karte im Ausland kein Geld an Bankomaten abheben kann. (Da die Sachbearbeiterin damals offenbar recht unerfahren war und einige male Rückfragen musste bei ihrer Chefin, ging das wichtige ATM-Auslands- nuntzungsthema leider "vergessen" - mir wurde gesagt, einzig die Limiten seien tiefer und es gäbe keine "Pseudo-Visa-Funktion" - was mir eben zusagte.)
So musste ich also nun mal wieder nach Thailand, um die richtige ATM/VISA-Karte zu holen - die nächste Filiale ist in Trat und da mein Nachbar noch Steinwollisolation kaufen wollte, ging es wieder einmal in Richtung Thailand. 
Etwas feucht war die Fahrt zwar bis zur Grenze, dafür war aber auch wenig Verkehr und so standen wir nach dreieinhalb Stunden am Zoll.
Einzig prekär war auf einigen Kilometern der Zustand der Straße und man fühlte sich wie auf einer Rally-Sonderprüfung.   
Dafür ging der Grenzübertritt diesmal besonders flott, anscheinend speichern die Thais alle KFZ-Daten im Computer nach dem ersten Grenzübertritt und so bedarf es folglich, nur ein paar Mausklicks am PC und die Dokumente rattern aus dem Drucker.
Somit standen wir Punkt 12 Uhr in Trat in der Ayudhya Bank und obwohl viele Kunden warteten, wurde ich sofort von einer netten Bankmitarbeiterin empfangen und mein Anliegen wurde umgehend in einem diskreten Abteil bearbeitet. 
Keine 10 Minuten später verließ ich die Bank mit der richtigen ATM/Visa-Karte und ich kann nur wieder einmal sagen, die Bank hat den besseren Service, als jede Schweizer Bank.
Nun ging es gleich weiter mit der Suche nach einem Baumarkt mit Isolation und aus Thailanderfahrung vermutete ich einen solchen, deutlich außerhalb der Stadt und die Geduld ein paar Kilometer weiter zu fahren, machte sich gleich bezahlt und wir fanden auf Anhieb einen sehr gut sortierten Baumaterialhändler.  
Zwar sagte uns die Senior-Chefin, sie habe keine Isolation im Sortiment, die hartnäckige Nachfrage bei einem Kunden ergab dann aber, dass dieser Kunde wusste, dass es hier doch Isolation zu kaufen gab. 
Ein paar Minuten später, lagen 10 Quadratmeter Isolation im Land Cruiser und es ging zurück in die Stadt um eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. 
Bei einem deutschen Gästehausbetreiber kamen wir unter, zwar nicht gerade luxuriös, aber immerhin relativ sauber. 
Da nun der Hunger kam, freuten wir uns auf Thai-Food und wurden aber leider etwas enttäuscht im "Pier 112".
Eine Tour durch die Stadt brachte viele Eindrücke und Trat ist sicher mal eine Übernachtung wert, dann wird es aber schon langweilig. 
Wiki sagt: Trat war bereits im Königreich Ayutthaya ein wichtiger Seehafen.
Unter König Chulalongkorn (Rama V.) war Trat und die Provinz Chanthaburi kurzzeitig von den Franzosen besetzt. In einem komplizierten Gebietsaustausch wurde Trat (und Chanthaburi) am 23. März 1906 zurückgegeben, allerdings verzichtete Thailand auf die Gegend um Siem Reap und Sisophon im heutigen Kambodscha.
Eine der wenigen heißen Miezen in Trat.
Sehr speziell sind die vielen engen Gassen mit ihren Handwerksbetrieben und es gibt doch einiges zu sehen. Auch der große Markt beeindruckt mit vielen Farben und Gerüchen, wie man es aus Thailand kennt.
Am Abend ist natürlich nicht viel los und so kann man am besten "River Side" etwas Essen gehen und sich einen Schlummertrunk genehmigen. 
Ach ja die Einreisesperre nach Thailand - bald mehr dazu, in diesem Blog...

Mittwoch, 1. August 2012

Hung Sen's Helikopter über der Stadt.

Gestern war im relativen Tiefflug Hung Sen's grosser Helikopter über der Stadt.
Ob der "Premier" auch darin saß, weiss ich nicht - die Khmers waren jedenfalls ziemlich aus dem Häuschen beim Anblick des riesigen Teils. (Könnte ein russischer MI26 gewesen sein.)